Prangelgasse 3, 4, 5, 6: Unterschied zwischen den Versionen
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|Koordinaten=47° 4'13.22"N, 15°24'23.06"E | |Koordinaten=47° 4'13.22"N, 15°24'23.06"E | ||
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{{TextBilder | |||
|Textabschnittstitel=Jugendstil-Ensemble Prangelgasse 3, 4, 5, 6 | |||
|Textabschnitt=Bis 1938 gehörte dieses Gebiet noch nicht zur Stadt Graz, sondern zur Gemeinde Eggenberg, und die Anschrift lautete Gustav-Neupauerweg. Aus dem Jahre 1907 haben sich im Stadtarchiv Graz Baupläne für die Häuser 1, 3 und 5 erhalten, die von Baumeister Josef Petz und vom Bauherrn Heinrich Schmidt unterzeichnet sind. Man kann davon ausgehen, dass auch die Häuser 4 und 6 jeweils spiegelbildlich ausgeführt wurden, so dass das Haus 3 mit dem Haus 4 fast identisch ist, und das Haus 5 mit dem Haus 6. Besonders augenfällig sind die Stiegenaufgänge zu den Eingangsvorbauten, hinter denen sich schöne Portale befinden. Sogar die ursprünglichen, kleinen Vorgärtchen, sind zum Teil noch mit ihren schmiedeisernen Gittern erhalten. Eine derartige klare Struktur von Bauten dieser Epoche findet sich kaum sonst noch. | |||
|Bildname1=Prangelgasse 3, 4, 5, 6.JPG | |||
|Bildbeschreibung1=Das einzigartige Spiegelbild-Ensemble | |||
|Bildname2=Prangelgasse_3_und_5.JPG | |||
|Bildbeschreibung2=Die beiden Häuser Prangelgasse 3 und 5 | |||
|Bildname3=Prangelgasse_4_und_6.JPG | |||
|Bildbeschreibung3=Die beiden Häuser Prangelgasse 4 und 6 | |||
|Bildname4=Prangelgasse_4,_Vorgarten.JPG | |||
|Bildbeschreibung4=Der Vorgarten von Prangelgasse 4 | |||
|Bildname5=Prangelgasse_5,_Portal.JPG | |||
Bis 1938 gehörte dieses Gebiet noch nicht zur Stadt Graz, sondern zur Gemeinde Eggenberg, und die Anschrift lautete Gustav-Neupauerweg. Aus dem Jahre 1907 haben sich im Stadtarchiv Graz Baupläne für die Häuser 1, 3 und 5 erhalten, die von Baumeister Josef Petz und vom Bauherrn Heinrich Schmidt unterzeichnet sind. Man kann davon ausgehen, dass auch die Häuser 4 und 6 jeweils spiegelbildlich ausgeführt wurden, so dass das Haus 3 mit dem Haus 4 fast identisch ist, und das Haus 5 mit dem Haus 6. Besonders augenfällig sind die Stiegenaufgänge zu den Eingangsvorbauten, hinter denen sich schöne Portale befinden. Sogar die ursprünglichen, kleinen Vorgärtchen, sind zum Teil noch mit ihren schmiedeisernen Gittern erhalten. Eine derartige klare Struktur von Bauten dieser Epoche findet sich kaum sonst noch. | |Bildbeschreibung5=Das Portal von Prangelgasse 5 | ||
|Bildname6=Prangelgasse_6,_Portal.JPG | |||
[[Kategorie:Schutz-Kataster Eggenberg]][[Kategorie:Stiftingtalstraße | |Bildbeschreibung6=Das Portal von Prangelgasse 6 (Fotos Laukhardt 2011) | ||
}}[[Kategorie:Schutz-Kataster Eggenberg]][[Kategorie:Stiftingtalstraße]][[Kategorie:Aktuell (Graz)]][[Kategorie:Denkmalwürdig]]{{Discussion}}{{References}} | |||
Version vom 12. März 2015, 00:19 Uhr
Österreich » Steiermark » Graz » 8020
47° 4' 13.22" N, 15° 24' 23.06" E
Jugendstil-Ensemble Prangelgasse 3, 4, 5, 6
Bis 1938 gehörte dieses Gebiet noch nicht zur Stadt Graz, sondern zur Gemeinde Eggenberg, und die Anschrift lautete Gustav-Neupauerweg. Aus dem Jahre 1907 haben sich im Stadtarchiv Graz Baupläne für die Häuser 1, 3 und 5 erhalten, die von Baumeister Josef Petz und vom Bauherrn Heinrich Schmidt unterzeichnet sind. Man kann davon ausgehen, dass auch die Häuser 4 und 6 jeweils spiegelbildlich ausgeführt wurden, so dass das Haus 3 mit dem Haus 4 fast identisch ist, und das Haus 5 mit dem Haus 6. Besonders augenfällig sind die Stiegenaufgänge zu den Eingangsvorbauten, hinter denen sich schöne Portale befinden. Sogar die ursprünglichen, kleinen Vorgärtchen, sind zum Teil noch mit ihren schmiedeisernen Gittern erhalten. Eine derartige klare Struktur von Bauten dieser Epoche findet sich kaum sonst noch.
Kommentare
Dieses einzigartige Ensemble des frühen 20. Jahrhunderts unterliegt nicht dem Denkmalschutz und befindet sich auch nicht in einer GAEG-Schutzzone. Der Weltkulturerbe-Korridor zum Schloss Eggenberg verläuft entlang der beiden Eckhäuser, die nicht diese spiegelbildliche Ausführung aufweisen. Auch bringt dieser Korridor derzeit noch keine besonderen Schutz, wie man aus dem Schicksal der Villa Raith (Eggenberger Allee 33) ableiten muss. Es wird daher dem Landeskonservatorat angeraten, die Unterschutzstellung der vier Objekt zu prüfen. Eine beispielhafte Wirkung hätte es natürlich, die aus dieser Epoche stammenden Häuser der Prangelgasse in den Welterbe-Korridor aufzunehmen, und hier gleichzeitig eine Altstadt-Schutzzone einzurichten.
Wenn hier Kritik geübt werden muss, dann betreffend die teilweise auf den Portalvorbauten eingestellten Mistkübel; hier sollte eine andere Lösung gefunden werden.
Laukhardt 18:24, 17. Nov. 2011 (CET)