Erdbergweg 37

From Baugeschichte

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47° 3' 22.82" N, 15° 23' 7.30" E


Ehem. Weingut "vulgo Fischer"

Der sechsachsige, dreigeschossige Hof mit seinem Schopfwalmgiebel, den Dachhäuschen und dem südseitig angebauten Erker dürfte aus dem 18. Jh. stammen. Das Bauprotokoll Nr. 51 zum Franziszeischen Kataster von 1820 nennt als Besitzer Jacob Weitzer, Doktor der Rechte.

Die alte Ansicht am Plan von Wilhelm Plentl (1888) zeigt das nördlich befindliche Presshaus (heute Nr. 39) und hangaufwärts einen kleinen Ziergarten mit einem vieleckigen Pavillon. Die Einfahrt von Norden beim Neupauerweg erfolgte über ein Tor mit zwei von Kugeln gekrönten Säulen (heute zum Haus Erdbergweg 7b, Ende der 1970er Jahre erbaut, führend).

1910 wurde das Wohnhaus von Stadtmaurermeister Franz Plattl mit sezessionistischen Stilelementen umgebaut und mit einer über zwei Stockwerke führenden zeitgenössischen Veranda versehen, die noch immer die heutige Ostfassade prägt. Am Stubenbalken des Herrenhauses ist neben einer schön geschnittenen Rosette, Tramrose oder auch Zimmermannsrose genannt, die Jahreszahl 1720 angebracht. Derartige Kerbschnitzverzierungen sollen ursprünglich symbolhaft Unheil abwenden. Ob im geräumigen Stiegenhaus noch die ca. 4 m hohe Preß steht, die vor über zwei Jahrzehnten noch als Wein- und Obstpresse diente, ist nicht bekannt. Im Inneren des ehem. Winzerhauses Nr. 39 ist noch altes Dachgebälk erhalten. (Nach: Reiter, Wetzelsdorf)

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Dieses von der Besitzerfamilie wunderschön erhaltene ehemalige Weingut mit seinen schönen Baudetails ist leider nicht denkmalgeschützt und liegt auch in keiner Altstadt-Schutzzone. Eine Unterschutzstellung wäre daher dem Bundesdenkmalamt zu empfehlen. Laukhardt

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